Baden-Wettingen

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Gottesdienste
Sonntag 9.30 Uhr
Mittwoch 20.00 Uhr

Gottesdienst mit Apostel Reto Keller vor der Kirchensanierung

10.04.2024

«O Bethanien, du Friedenshütte, du dem Herrn geweihtes Haus! Du siehst unsern Freund in deiner Mitte, bei dir geht er ein und aus.»

Apostel Reto Keller besuchte am 10. April 2024 die Gemeinde Affoltern am Albis und diente mit dem Bibelwort «Alle meine Quellen sind in dir!» (Psalm 87,7). Eingeladen war auch die Gemeinde Mettmenstetten. Dem gemeinsamen Chor gelang mit dem Hauptlied «O Bethanien» ein stimmungsvoller Einstieg zum Predigtteil. Der Apostel nahm den Text des Liedes auf und vertiefte ihn. Der biblische Ort «Bethanien» habe dadurch Bedeutung erlangt, dass Jesus darin ein- und ausgegangen sei. Bethanien habe ihm als Rückzugsort gedient und er habe dort besondere Menschen getroffen. Er sei zur Ruhe gekommen, habe aber auch gefeiert und getrauert. Nicht zuletzt habe in der Nähe von Bethanien auch die Himmelfahrt Christi stattgefunden.

Der Schlüssel für ein heutiges Bethanien sei es, dass man sich versammle: «Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.» So sollen auch die Gemeinden Affoltern am Albis und Mettmenstetten solche Bethanien sein. Die Geschwister sollen sich wohl und zu Hause fühlen. Speziell in Bezug auf die anstehende Sanierung hielt der Apostel fest, dass nicht die Hülle des Gebäudes dafür entscheidend sei. Entscheidend seien die Menschen, die sich im jeweiligen Gebäude bewegen und das, was darin geschehe. Ein Bethanien könne überall dort sein, wo Jesus im Mittelpunkt der Gemeinde stehe. Nicht zuletzt sei Bethanien auch ein Ort, um sich Gedanken zu machen und seine (künftigen) Handlungen zu überdenken. So habe sich auch Jesus vor der Tempelreinigung zuerst nach Bethanien zurückgezogen, um dann am nächsten Tag besonnen und wohl überlegt zu handeln. (Markus 11,11-12;15)

Im Anschluss vertiefte der Apostel das Bibelwort. Er hielt fest, dass «Durst» im übertragenen Sinne vielfältig sei und die unzähligen Quellen Gottes diesen vielfältigen Durst stillen können. Zu denken sei etwa an Gott als die Quelle der Stärke und Kraft, aber auch als Quelle der Ruhe, des Lichtes und des Lebens, des Trostes, sowie der wahren und guten Gedanken. Wir sollen stets an der Quelle Gottes bleiben und diese Quelle reinhalten, also nicht über ihn und über die frohe Botschaft - das Evangelium - herziehen.

Der Bezirksvorsteher von Zürich-Nord-Ost griff in seinem Predigtbeitrag diesen Punkt auf. Er verglich die Quelle Gottes mit einer Heilsquelle. Wenn wir uns zur Quelle Gottes bewegen, würden wir uns etwas Gutes tun. Wir sollen uns immer wieder dorthin bewegen, wo die Quelle entspringe und nicht lau werden, wie die Laodizäer.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahles konnte der Apostel zwei kleinen Buben und einem Elternteil eines Buben die Gabe des Heiligen Geistes spenden. Er legte den Eltern ins Herz, dass der Heilige Geist stets ein guter Ratgeber, Tröster und Impulsgeber sei. Für das Gotterleben sei aber auch das Bethanien, also die Gemeinschaft in der Gemeinde, zentral.