Der Chor sang das Lied «Himmlischer Friede, kehr bei mir ein.» (CM 204). Beim Tonangeben musste dies wiederholt werden, bis die Harmonie stimmte.
Deshalb begann der Bezirksapostel mit dem Satz, der als Überschrift dient. Er sagte: «Es lohnt sich, sich etwas Zeit zu nehmen, bis die Harmonie stimmt. Manchmal muss so etwas geschehen. Es war ein wunderschöner Gedanke in meinem Herzen. Etwas kommt ins Rollen. Es lohnt sich Zeit zu nehmen, Harmonie zu schaffen in einer Ehe, in einer Familie, in der Gemeinde. Dafür zu sorgen, dass man in einen Gleichklang hineinkommt. Dann wird der Friede offenbar, wie der Chor gesungen hat.»
Der Friede ist ein göttliches Geschenk. Jesu sagte schon: «Frieden lass ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.» (aus Joh. 14, 27). Eine Wirkung dieses Friedens ist, zu spüren, dass Gott uns liebt. Nehmen wir uns Zeit, diesen Frieden in unser Herz aufzunehmen.
Die Herrlichkeit der Gotteskindschaft
Diese Überschrift steht über dem 3. Kapitel des Bibelwortes. Wir haben sie schon. Dieses Wissen, diese Heilsgewissheit, die wir haben dürfen, nehmen wir im Trubel der Zeit oft nicht wahr. Gottes Wirksamkeit und seine Liebe haben uns die Kindschaft gegeben. Wir wollen uns das immer wieder bewusst sein. Zum einen ist es ein Geschenk, zum anderen ist es auch ein Auftrag. Wir haben eine Gottesbeziehung, wir können mit ihm sprechen. Diese Gottesliebe soll offenbar werden, den Vater sichtbar machen unter den Menschen. Wieviel Gotteskind ist in mir? Oder ist es noch der alte Adam. Wie reagieren wir?
Gotteskind sein ist noch nicht offenbar geworden. Es entwickelt sich. Wir kämpfen noch. Manchmal kommt ein negatives Gefühl auf und man will es heimzahlen. Ach, da hat er uns wieder erwischt. Wir machen dann den Teufel verantwortlich. Aber wir sind es, wir selbst, es sind unsere Gedanken.
Um den vollkommenen Gott sehen zu können, müssen wir ebenfalls vollkommen werden. Diese Vollkommenheit wird uns aus Gnaden gegeben, wenn wir uns zuvor bemühen, im Wesen Jesu, in der neuen Kreatur zu wachsen. Kontrollieren wir immer mal wieder, ob wir gewachsen sind und wieviel Anteil die neue Kreatur schon in uns hat.
Der Apostel erwähnte in seinem Predigtbeitrag das Eingangslied. Dort sangen wir «mir ist wohl in dem Herrn». Ist es uns wirklich wohl in dem Herrn? Fühlen wir seine Liebe und seine Gnade? Er gab diese für alle Menschen auf der Erde. Gott ist mit seinem Geist nahe. Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gotteskinder. Wir haben diesen Geist anlässlich der Versiegelung erhalten. Dieser muss sich entwickeln. Wir dürfen uns auch daran erfreuen, was uns schon gelungen ist.
Wachstum
Lasst uns wachsen in allen Stücken, zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. Für Wachstum braucht es Leben, braucht es Speise, braucht es Gottesdienste für unsere Seele. Wir sind zwar schon Gotteskinder und es wird sich erst zeigen, was wir wirklich sein werden.
Werde, was du bist.
Nach der Sündenvergebung und dem Heiligen Abendmahl wurden ein Diakon und zwei Diakoninnen ordiniert. Eingeladen war auch die Gemeinde Dietikon. Der Diakon und eine Diakonin werden in Dietikon dienen und die andere Diakonin in Zürich-Albisrieden. Vor der Ordination sang der Chor das Lied «Jesu Friede sei mit allen. Er füllt alles aus.» (CM 210)
Der Bezirksapostel: «Diesen Frieden wünsche ich euch. Gott hat euch erwählt und berufen. Eine Ordination ist eine heilige Handlung. Mit den Amtsvollmachten wird Göttliches vermittelt. Gott hat Gaben in uns Menschen hineingelegt, die für den Dienst geheiligt und gesegnet werden. Nun sollt ihr damit wirken. Vollmacht, Segnung und Heiligung sollt ihr empfangen. Die Freude in dem Herrn soll mit euch sein.»
Der Chor beendete den Gottesdienst mit dem Lied «Herr, Herr, wir danken dir» (CM 259).